Thermografie
Was ist Thermografie?
Die Thermografie ist ein bildgebendes Verfahren, das unsichtbare Infrarotstrahlung (Wärme) in sichtbare Wärmebilder (Thermogramme) umwandelt. Sie macht Temperaturunterschiede auf Oberflächen sichtbar, um Schwachstellen wie Wärmebrücken, mangelhafte Dämmung oder undichte Fenster zu identifizieren. Rote Bereiche zeigen Wärme, blaue Bereiche Kälte an.
Warum ist uns Thermografie bei einer Fenster Sanierungen so wichtig?
Im Grunde dreht sich alles um den "Taupunkt"!
Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist (100% Luftfeuchtigkeit) und überschüssige Feuchtigkeit als Wasser abgibt.
Mit anderen Worten, die Feuchtigkeit in der warmen Raumluft setzt sich auf den "zu" kalten Oberflächen der Gebäudehülle als Wasser ab. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die umlaufende Dachfläche um ein Fenster, einen besseren Dämmwert aufweist, als das neue Dachflächenfenster.
Bei alten Fenstern ist das meistens gegeben, da die Verglasungen keine hohen U-Werte aufweisen. Zu erkenne ist hierbei im Winter, dass die Glasfläche oftmals eine hohe Feuchtigkeit durch Kondensat aufweist (der Taupunkt ist auf der Glasscheibe).
Bei neuen Fenstern ist die Kondensatbildung viel geringer, da die Glasfläche deutlich wärmer ist als bei den alten Fenstern.
Sind jetzt Lücken in der umlaufenden Dämmung oder die alte Dämmung ist durch ständige Feuchtigkeit stellenweise in sich zusammengefallen, können schwerwiegende Probleme entstehen.
In so einem Fall wäre es möglich, dass die lückenhaft gedämmte Dachfläche oder die Fenster Laibungen kälter werden als das neue Fenster. Somit würde sich der Wasserdampf nicht auf der Glasfläche ablegen, wenn mal eine viel zu hohe Luftfeuchtigkeit im Raum besteht, sondern auf die "zu" kalten Stellen der Laibungen oder der entsprechenden Dachinnenseite.
Die Wahrscheinlichkeit der Schimmelbildung wäre sehr hoch.
Fazit
Nach einer Fenstersanierung, auch mit modernster Verglasung, sollte das neue Fenster der kälteste Punkt im Raum sein.
Vergisst man dann mal zu lüften und draußen ist es sehr kalt, darf sich auch mal Kondensat auf dem Fensterglas ablegen.
Hier kann es einfach abgewischt werden und verursacht keine Schäden oder Schimmelbildung an der umlaufenden Gebäudehülle.
Aus unserer Sicht ist es bei einer Fenstersanierung unerlässlich, die umlaufende Dämmung um ein Fenster zu kontrollieren, ggf. zu ergänzen, oder sogar zu erneuern. Somit hat man nichts den Zufall überlassen und muss sich um Schimmelbildung keine Gedanken machen.
Die Thermografie ermöglicht es uns, die Gebäudehülle exakt zu beurteilen, ohne an verschiedenen Stellen Öffnungen herzustellen um somit den Aufbau zu erkennen.
Achtung!
Trotz Gefahr des sogenannten Lüftungswärmeverlustes sollten Sie nie darauf verzichten, auch im Winter regelmäßig zu lüften. So stellen Sie sicher, dass sich kein Schimmel einschleicht.
Dies wird nach einer Fenstersanierung noch wichtiger. Vor der Sanierung konnte noch, mit der warmen Raumluft, viel Feuchtigkeit nach draußen gelangen, was nun verhindert wird, da nun alles luft- und dampfdicht um das Fenster angeschlossen ist.
Weitere Vorteile der Thermografie
Abgesehen von der Fähigkeit, Wärmebrücken an Objekten aufzudecken, bringt die Thermografie weitere Vorteile mit sich:
Sie haben Interesse an einer Thermografie?
Kontaktieren Sie uns ganz unkompliziert per WhatsApp:
oder per Mail: [email protected]
Was man vielleicht doch wissen sollte
Wie jetzt, Kältebrücke oder Wärmebrücke?
Wärmebrücke ist der physikalisch korrekte Begriff, währen Kältebrücke, fälschlicherweise, umgangssprachlich genutzt wird.
Physikalisch gesehen fließt keine Kälte von außen nach innen, sondern Wärme von innen nach außen.
Die physikalische Realität ist, dass Wärme fließt und Kälte nur die Abwesenheit von Wärme ist!
In der Definition der Physik und der Thermodynamik gibt es keine Kälte, sondern nur Wärme!
Wärme ist eine Form von Energie und mal in großer Menge vorhanden oder mal nur in ganz geringer.
Kälte ist keine Form von Energie!
Etwas mehr Bauphysik
Was bedeutet U-Wert oder Lambda-Wert?
Der Wärmedurchgangskoeffizient, kurz U-Wert genannt, ist eine zentrale Kenngröße im baulichen Wärmeschutz. Er beschreibt den Wärmestrom, gemessen in Watt, der pro Quadratmeter Bauteilfläche und pro Kelvin Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenluft durch ein Bauteil hindurchtritt. Die Einheit des U-Werts lautet W/(m²∙K). Ein niedriger U-Wert steht dabei für eine gute Dämmwirkung, da weniger Wärme verloren geht.
Grundlage für die Berechnung des U-Werts ist die Wärmeleitfähigkeit (λ) der eingesetzten Baustoffe. Diese Materialeigenschaft gibt an, wie gut Wärme innerhalb eines Stoffs durch Leitung übertragen wird. Sie stellt eine entscheidende Größe zur Bestimmung des Wärmedurchgangswiderstands (RT) dar, aus dem sich wiederum der U-Wert ableiten lässt.